Rigetti Computing, Inc. wurde im Jahr 2013 von Chad Rigetti gegründet und hat seinen Hauptsitz in Berkeley, Kalifornien. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die weltweit leistungsfähigsten Quantencomputer zu bauen, um Probleme zu lösen, die für klassische Computer unlösbar sind. Als Pionier in der Branche verfolgt Rigetti einen Full-Stack-Ansatz, der sowohl die Hardware-Entwicklung als auch die Software-Infrastruktur umfasst. Die Mission des Unternehmens besteht darin, die Ära des Quantenvorteils einzuläuten, indem es skalierbare und hocheffiziente supraleitende Quantenprozessoren entwickelt, die reale Anwendungen in Bereichen wie Materialwissenschaften, Finanzen und Logistik ermöglichen.
Das Produktportfolio von Rigetti ist technologisch breit gefächert und umfasst hochentwickelte Quantenprozessoreinheiten (QPUs) wie den 84-Qubit-Ankaa-3-Quantencomputer und das 36-Qubit-Cepheus-1-36Q-System. Ein besonderes Highlight ist der Novera QPU, ein 9-Qubit-Chip der vierten Generation der Ankaa-Klasse, der über abstimmbare Koppler für schnelle Zwei-Qubit-Operationen verfügt. Neben der Hardware bietet das Unternehmen 'Quantum Computing as a Service' (QCaaS) über seine Rigetti Quantum Cloud Services (QCS) an. Diese Plattform ermöglicht die Integration in öffentliche und private Clouds und bietet eine robuste Softwareumgebung für die Programmierung und Überwachung von Quantensystemen. Ergänzt wird dies durch die Rigetti Foundry Services, die kundenspezifische supraleitende Chips für die Forschung herstellen.
Rigetti operiert auf globaler Ebene mit einer starken Präsenz in den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Europa und Asien. Das Unternehmen bedient ein vielfältiges Spektrum an Kunden, darunter große kommerzielle Unternehmen, Regierungsorganisationen und internationale staatliche Stellen. Besonders hervorzuheben ist die Zusammenarbeit mit Verteidigungslaboren, nationalen Forschungseinrichtungen und akademischen Institutionen. Durch den Zugang zu seinen Systemen über die Cloud hat Rigetti eine niedrige Eintrittsbarriere für Entwickler und Forscher weltweit geschaffen, was die Demokratisierung der Quantentechnologie vorantreibt und das Unternehmen als zentralen Akteur im aufstrebenden Quanten-Ökosystem positioniert.
Für die Zukunft konzentriert sich Rigetti auf die Skalierung seiner Multi-Chip-Architekturen, um die Fehleranfälligkeit zu reduzieren und die Kohärenzzeiten seiner Qubits zu verbessern. Die strategische Ausrichtung sieht eine verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie vor, um spezifische Quantenalgorithmen zu entwickeln, die einen messbaren wirtschaftlichen Nutzen bieten. Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Ankaa-Klasse und der Expansion seiner Foundry-Dienstleistungen strebt Rigetti danach, die technologische Souveränität im Bereich der supraleitenden Quantencomputer zu festigen. Das Unternehmen investiert massiv in Forschung und Entwicklung, um die Lücke zwischen theoretischer Quantenmechanik und praktischer industrieller Anwendung zu schließen.
Wirtschaftsgraben
Rigettis Wettbewerbsvorteil liegt in seinem vertikal integrierten Geschäftsmodell, das die eigene Fertigung von Quantenchips (Foundry) mit einer proprietären Cloud-Plattform kombiniert. Diese Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette ermöglicht schnellere Iterationszyklen bei der Hardware-Entwicklung und eine optimierte Abstimmung zwischen Software und supraleitenden Schaltkreisen.